Plakat Alois Nebel
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Kein Leben nach Fahrplan – Rezension zu Alois Nebel

Es liegt so einiges im Nebel im Altvatergebirge. Die Geschichte hat Wunden hinterlassen, die die Zeit nicht heilen kann. 1938. 1945. 1968. 1989. Bedeutende Jahreszahlen in der tschechischen Geschichte. Zahlen, die in dem Theaterstück Alois Nebel immer wieder auftauchen, eindringlich und unverrückbar. Zahlen, die der Fahrdienstleiter Alois Nebel versucht, mit anderen Zahlen aus dem Kopf zu bekommen – den Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Züge, die an dem kleinen Bahnhof Bílý Potok halten oder vorbeifahren. Es gelingt ihm nicht. [Weiterlesen]

Depot 2015 Pilsen
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Pilsen war Europäische Kulturhauptstadt 2015 – was bleibt?

Pilsen ist keine schöne Stadt. Pilsen bietet weder das romantische Flair von Prag noch den pittoresken Charme von Telč oder Český Krumlov. Pilsen ist und war unübersehbar eine Industriestadt. Egal von welcher Seite man sich nähert, man sieht zuerst Fabriken, Industriehallen oder Schornsteine. Eine graue Stadt und an vielen Ecken ein bißchen schmuddelig. In Deutschland ist Pilsen eigentlich nur durch sein Bier bekannt, nach dessen Rezeptur bis heute die meisten bekannten Lagerbiere gebraut werden. [Weiterlesen]

Japanische Kirschblüte Berlin Bornholmer
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Frühling in Pankow

Eine Woche im Jahr habe ich den schönsten Arbeitsweg von allen Berlinern. So um den 20. April herum beginnen nämlich die japanischen Kirschbäume am Mauerweg an der Bornholmer Straße zu blühen. Die blassrosa Blüten und hellgrünen Blätter bilden dann eine farbenprächtige Allee, unter der ich zweimal am Tag hindurchgehen kann. Es versteht sich natürlich von selbst, dass ich dabei nicht allein bin. Besonders in den Morgenstunden und am Abend tummeln sich dort dutzende Fotografen, um das Fest der Farben festzuhalten.[Weiterlesen]

Warschauer Brücke The Wall Museum
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Das The Wall Museum zeigt die Geschichte des Mauerbaus in einer multimedialen Ausstellung

Das neu eröffnete The Wall Museum befindet sich im Mühlenspeicher direkt an der Eastsidegallery, einem der Touristenmagneten Berlins. Die Versuchung hätte groß sein können, die Geschichte der Mauer plakativ oder effekthascherisch darzustellen, quasi als „Mauer-to-go“ für Touristen. Zum Glück ist genau das Gegenteil der Fall. Das liegt sicher auch daran, dass die Ausstellung von Guido Knopp und dem Dokumentarfilmer Jürgen Ast kuratiert wurde. [Weiterlesen]

Ausstellung Relikte DHM
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Auf den Spuren des Kalten Krieges

Wo sind sie hin, die Menschen, die fast 50 Jahre hier gelebt haben – versteckt in Kasernen und hinter Zäunen, weitgehend abgeschottet vom Alltagsleben draußen. Fast eine halbe Million sowjetische Soldaten und Zivilisten waren in der DDR stationiert. Die Sowjetarmee verfügte 1989 über insgesamt 1026 Objekte mit etwa 36.000 Gebäuden, davon 777 geschlossene Areale (Quelle: „Die Zeit“). Über das Leben der Soldaten in den „Russenkasernen“ war nur wenig bekannt, für die DDR-Bevölkerung blieben sie aufgrund der Ghettoisierung Fremde. [Weiterlesen]