Friedhof in Karpacz
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Ruanda-Memory

Wie kann man einen Völkermord wie den in Ruanda auf eine Theaterbühne bringen? Wie soll man die unvorstellbaren Grausamkeiten, die dort passierten, darstellen?

1994 töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit in nur wenigen Wochen fast 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit. Die Theatergruppe Cie.Freaks und Fremde bringt in ihrem Stück „Ruanda-Memory“ neun Objekte auf die Bühne, die die Geschichte des Landes, die Monate vor dem grausamen Genozid und das Leben danach beleuchten sollen.[Weiterlesen]

Filzblume
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Das Verhör

„Aber du kennst mich doch?“, insistiert, bittet, ja fleht Adam Barklay (Ulrich Voß). Seine Worte richtet er an Chief Inspektor John Parker (Thomas Gumpert). Der hat ihn zur Befragung ins Polizeirevier bestellt. Nur wird aus der Befragung allmählich ein Verhör, aus dem Zeugen ein Verdächtiger. Dabei sind Barklay und Parker seit vielen Jahren befreundet, kennen die Familie und die Schicksalsschläge des jeweils anderen. Warum dann die bohrenden Fragen, warum die unglaubliche Anschuldigung, Barklay habe zwei kleine Mädchen sexuell missbraucht und umgebracht?[Weiterlesen]

Holzskulptur Riesengebirge Tschechien
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Die Schneekönigin

Die Schneekönigin war als Kind eines meiner Lieblingsmärchen. Zuerst habe ich es mir vorlesen lassen, dann selbst gelesen und mittlerweile habe ich es in den unterschiedlichsten Versionen gesehen: als Trickfilm, als Märchenfilm, im Theater und als Puppenspiel. Nicht immer hat mich die Umsetzung überzeugt, vor allem seit ich selbst Mutter bin und mir die Vorführungen mit meiner Tochter ansehe. Einmal musste ich sogar mitten in einer Vorstellung das Theater verlassen, ein zitterndes, weinendes Kind auf dem Arm.[Weiterlesen]

Katalog zur Dali-Ausstellung
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Salvador Dalí: „Weiche Schädel und Schädelharfe“

Die Ausstellung ist beeindruckend – zum einen wegen ihrer Fülle, zum anderen wegen der Schwerpunktsetzung. In der Ausstellung „Weiche Schädel und Schädelharfe“ im Museum Junge Kunst in Frankfurt (Oder) werden ca. 300 Werke Dalís zur Weltliteratur gezeigt. Dabei handelt es sich um Kunstwerke, die mit den unterschiedlichsten Techniken erstellt wurden – darunter Aquarelle, Handzeichnungen und Druckgrafiken.

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Ahornblätter im Licht
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Morituri te salutant

Auch Karel Kryl habe ich zum ersten Mal in einer tschechischen Kneipe gehört. Es war das Lied „Lásko“. Mich fesselte sofort der Gegensatz zwischen den in militärischem Takt gehaltenen Strophen und dem weichen, sehnsüchtigen Refrain. Zu dieser Zeit war Karel Kryl schon tot und wurde als einer der ganz großen tschechischen Dichter verehrt.  Zurecht, wie ich finde. Als mich dann jemand mit der Bitte ansprach, „Morituri te salutant“ zu übertragen, dachte ich sofort: Das ist nicht möglich.

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