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Benutzt, mißbraucht und zerfetzt – Amerika am Theater Bremen

Karl Rossmann liegt auf der Bühne des Theaters in Bremen – auseinandergenommen, zerfetzt, kaputt. Eine überlebensgroße Puppe, die Gliedmaßen verstreut auf den Brettern, daneben Kopf und Torso. Dabei hatte es eigentlich ganz gut angefangen für Karl, der 16jährig von seinen Eltern nach Amerika geschickt wurde. Nicht geschickt, sondern „beiseite geschafft, wie man eine Katze vor die Tür wirft, wenn sie ärgert“. [Weiterlesen]

Plakat Das Schloss
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Kein Ankommen – Rezension zu „Das Schloss“ am Theater Bremen

Nein, es gibt kein Ankommen. K. ist und bleibt ein Fremder im Dorf – ausgegrenzt, unverstanden, ohne Chance auf Integration. So sehr er es auch will, das Schloss kann er nicht erreichen. Er läuft und läuft und läuft, am Anfang voller Tatendrang und Hoffnung, dann verzweifelt, später kämpferisch und zum Schluss resigniert. Nirgends kann er die ersehnte Erlaubnis bekommen, im Dorf zu bleiben und zu arbeiten. K. läuft, aber er läuft auf einem Laufband, Meter um Meter, Minute für Minute und bleibt so trotz aller Anstrengung auf einer Stelle. [Weiterlesen]

Kafka Band Theater Bremen
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Jaroslav Rudiš über die Premiere von „Das Schloss“ am Theater Bremen

Jaroslav Rudiš und die Kafka-Band konnte ich bereits bei dem Konzert zu Kafkas Roman „Das Schloss“ live in Berlin sehen. Jetzt hat der Regisseur Alexander Riemenschneider „Das Schloss“ als szenisches Konzert im Theater am Goetheplatz in Bremen inszeniert – die Premiere ist am 20. September um 18 Uhr. Trotz Probenstress hat sich Jaroslav Rudiš Zeit genommen, mit mir über die Besonderheiten der Bühnenfassung, das Thema Fremdsein und sein Lampenfieber zu sprechen. [Weiterlesen]

T-Shirt Kafka Band
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Kafka Band „Das Schloss“

Mit Franz Kafka konnte man mich zu Schulzeiten erfolgreich in die Flucht schlagen. Ich erinnere mich dunkel an einen Film zur Erzählung „Die Verwandlung“. Der dauerte zwar nur eine knappe Stunde, erschien mir aber schier endlos. Das einzige, was ich dabei empfand, war drückende Langeweile. Ich hätte mir nie eine Vertonung von Kafka-Texten angehört, wäre nicht einer meiner Lieblingsschriftsteller, Jaroslav Rudiš, Mitinitiator des Projektes Kafka Band.

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