Bild zu Nationalstraße am Theater Bremen
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Weniger ist manchmal mehr – Rezension zu Nationalstraße am Theater Bremen

Vandam ohne echtes Bier und ohne echte Schlägerei? Das konnte nicht gutgehen. Dabei fing die Inszenierung von Nationalstraße am Theater Bremen verheißungsvoll an. Gleich zu Anfang erhob sich der Protagonist nackt aus dem Schaum. Ein netter Effekt mit Aufmerksamkeitsgarantie. Zudem war die Bühnendekoration stimmig: der Wald aus Tannenbäumen, das Lagerfeuer, die typisch sozialistischen Metallgitter und darüber der Nordstern als Symbol für die Kneipe „Severka“.[Weiterlesen]

Plakat Alois Nebel
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Kein Leben nach Fahrplan – Rezension zu Alois Nebel

Es liegt so einiges im Nebel im Altvatergebirge. Die Geschichte hat Wunden hinterlassen, die die Zeit nicht heilen kann. 1938. 1945. 1968. 1989. Bedeutende Jahreszahlen in der tschechischen Geschichte. Zahlen, die in dem Theaterstück Alois Nebel immer wieder auftauchen, eindringlich und unverrückbar. Zahlen, die der Fahrdienstleiter Alois Nebel versucht, mit anderen Zahlen aus dem Kopf zu bekommen – den Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Züge, die an dem kleinen Bahnhof Bílý Potok halten oder vorbeifahren. Es gelingt ihm nicht. [Weiterlesen]

Postkarte Männerspielerin
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Anerkennung, Ruhm und Unsterblichkeit – oder warum inszenieren wir uns selbst?

Was bewegt einen Menschen dazu, seine Tagebücher zu veröffentlichen? Aufzeichnungen, die doch eigentlich nur für einen selbst bestimmt sind – um das Leben zu reflektieren, Ereignisse festzuhalten, Gedanken zu ordnen oder sich Probleme von der Seele zu schreiben. Sind es die gleichen Motive, die Menschen dazu treiben, ihr Leben – auch die privatesten Momente – auf den Social-Media-Kanälen zu teilen und damit der Öffentlichkeit preiszugeben? [Weiterlesen]

Plakat Das Schloss
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Kein Ankommen – Rezension zu „Das Schloss“ am Theater Bremen

Nein, es gibt kein Ankommen. K. ist und bleibt ein Fremder im Dorf – ausgegrenzt, unverstanden, ohne Chance auf Integration. So sehr er es auch will, das Schloss kann er nicht erreichen. Er läuft und läuft und läuft, am Anfang voller Tatendrang und Hoffnung, dann verzweifelt, später kämpferisch und zum Schluss resigniert. Nirgends kann er die ersehnte Erlaubnis bekommen, im Dorf zu bleiben und zu arbeiten. K. läuft, aber er läuft auf einem Laufband, Meter um Meter, Minute für Minute und bleibt so trotz aller Anstrengung auf einer Stelle. [Weiterlesen]

Kafka Band Theater Bremen
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Jaroslav Rudiš über die Premiere von „Das Schloss“ am Theater Bremen

Jaroslav Rudiš und die Kafka-Band konnte ich bereits bei dem Konzert zu Kafkas Roman „Das Schloss“ live in Berlin sehen. Jetzt hat der Regisseur Alexander Riemenschneider „Das Schloss“ als szenisches Konzert im Theater am Goetheplatz in Bremen inszeniert – die Premiere ist am 20. September um 18 Uhr. Trotz Probenstress hat sich Jaroslav Rudiš Zeit genommen, mit mir über die Besonderheiten der Bühnenfassung, das Thema Fremdsein und sein Lampenfieber zu sprechen. [Weiterlesen]

Mädchen im Wasserball
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Dummy Lab

Wer beim Wort Zirkus an weiße Löwen, Pferdedressur und bunte Clowns denkt, ist bei DUMMY lab definitiv falsch. Das Chamäleon Theater und die Show haben sich dem neuen Zirkus verschrieben. Der „Neue Zirkus“ ist eine künstlerische Bühnenform. Es geht nicht darum, die größte körperliche, sondern die größte künstlerische Leistung zu zeigen. DUMMY Lab ist daher eine Mischung aus Varité-Theater und Artistik nach einem dramaturgischen Konzept von Markus Pabst und Eike von Stuckenbrok.[Weiterlesen]

Gedichte Hauswand Rudolsatdt
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Theater ohne Probe: Im Sinne von Brecht

Improtheater hat oft etwas von Glückspiel. Das Stück, das an dem jeweiligen Abend auf der Bühne entsteht, ist von den Stichworten der Zuschauer, dem Zugang der Schauspieler zu diesem Thema, von deren Spiellaune und überhaupt der Stimmung im Theater abhängig. Das, was live auf die Bühne gebracht wird, ist einmalig und nicht reproduzierbar. Manchmal ist das gut, manchmal wünscht man sich, es gäbe doch eine Wiederholung.[Weiterlesen]

Friedhof in Karpacz
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Ruanda-Memory

Wie kann man einen Völkermord wie den in Ruanda auf eine Theaterbühne bringen? Wie soll man die unvorstellbaren Grausamkeiten, die dort passierten, darstellen?

1994 töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit in nur wenigen Wochen fast 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit. Die Theatergruppe Cie.Freaks und Fremde bringt in ihrem Stück „Ruanda-Memory“ neun Objekte auf die Bühne, die die Geschichte des Landes, die Monate vor dem grausamen Genozid und das Leben danach beleuchten sollen.[Weiterlesen]